Pressetexte

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Pressetext: Einladung zur Präsentation „Bürger/innenkraftwerke“

Bau mit beim großen Bürgerkraftwerk!

Bürgerkraftwerke – das sind genossenschaftlich finanzierte Photovoltaik-Anlagen, die entweder auf den Dächern von Privathäusern oder öffentlichen Gebäuden installiert werden. 2016 sind bisher vier derartige Anlagen in Planung. Die erste Anlage in Götzis wurde bereits gebaut, die nächsten folgen in Hörbranz und Tschagguns. Weitere Anlagen werden derzeit geprüft, so Ulrike Amann von der ALLMENDA. Ziel ist nicht nur, einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten, sondern Dacheigentümern ein einfaches und praktisches Modell für die Umsetzung von gemeinschaftlich finanzierten Anlagen an die Hand zu geben. Die Genossenschafter haben den Vorteil, dass sich die Genossenschaft aktiv um den sinnstiftenden Einsatz ihres Geldes kümmert uns sie alle wenig bis keine Aufwand haben. Genossenschafter erhalten 1% Rendite, das ist mehr, als eine Bank bezahlen kann. Landesrat Erich Schwärzler ist begeistert vom Genossenschaftsmodell und wirbt dafür, dass viele mitmachen, „Denn nur gemeinsam können wir die Energieautonomie erreichen“ so der Landesrat.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Von Bürger/innen finanziert, als Genossenschaft organisiert. Sauberer Strom wird aus Sonnenkraft gewonnen. Ein möglichst großer Anteil wird vor Ort verbraucht und der Überschuss ins Netz eingespeist. Das ist gelebte Enkeltauglichkeit, ersonnen, konzipiert und umgesetzt im Ländle; sogar bei der Anlage selbst wird darauf geachtet, dass Materialien weitgehend aus der Region kommen und von Handwerkern aus Vorarlberg verarbeitet werden.

Die erste Anlage für dieses Jahr wurde am 8. und 9. März in Götzis aufgebaut und in Betrieb genommen. In diesem Fall handelt es sich um eine 15,6 kW/Peak-Anlage des Holzbaubetriebes Amann, die sich nach spätestens 10 Jahren amortisieren wird.
Geplant sind solche Bürgerkraftwerke auch auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden und bei weiteren regionalen Betrieben. Beim Bauhof Bregenz ist ein Prototyp bereits seit Mai 2012 in Betrieb und erzeugte seither 143.722 kWh an elektrischem Strom. Damit können – nach Art der Ingenieure genau gerechnet – 9,2 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Die nächste Anlage wird 29,7 Kwp groß sein und bei "Die sieben Biobauern" in Hörbranz realisiert werden. Nummer drei wird vermutlich in Tschagguns errichtet, wo der Nachhaltigkeitsausschuss das Projekt dem Gemeindevorstand ans Herz gelegt hat. Gerade auch die steuerliche Seite führt dazu, dass empfohlen wurde das Projekt nicht selbst als Gemeinde umzusetzen, sondern auf die Zusammenarbeit mit der ALLMENDA Genossenschaft zu setzen. Weitere Anlagen im Umfang von etwa 150 kwp sind in Planung. Dazu wird im Newsletter der Genossenschaft laufend informiert.

Besonders interessant ist die Anschaffung einer solchen Anlage für Schulen, da aus dem Eintrag der Anlage ein laufendes Sponsoring für schulische Umweltprojekte zur Verfügung gestellt werden kann. Erich Schwärzler meint dazu, "dass diese Zukunftsinvestition eine echte WIN WIN Situation herbeiführt".

Alexander Netzer von der Firma Solux kann sich zufrieden zeigen. Der Hausherr hat im Hausverstand und eine professionelle Abwicklung zugesprochen. Bernhard Amann von Holzbau und Torbau Amann in Götzis hätte die Anlage selbst nicht errichtet, weil er sich die ganze Arbeit nicht antun wollte. Da die ALLMENDA ihm von der Planung bis hin zur Finanzierung und Realisierung alle Aufagben abgenommen hat, ist er jetzt jedoch begeistert. Er freut sich seiner eigenen Unabhängigkeit mit dem Projekt einen Schritte näher zu kommen.

Falls Sie Interesse haben, sich ebenfalls an dieser nachhaltigen Form der Energiegewinnung zu beteiligen und mehr darüber in Erfahrung bringen wollen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen.

Bei den nächsten Informationsveranstaltungen können Sie sich vor Ort informieren:

13. April 2016 um 19.30 Uhr bei Bioladen "Die Sieben" in Hörbranz, Ziegelbachstrasse 45,

20. April 2016 um 19.30 Uhr bei Holzbau Amann in Götzis, Kirla 24.

Auch Landesrat Erich Schwärzler unterstützt mit Begeisterung die Idee der genossenschaftlichen Bürgerkraftwerke und ruft alle Vorarlberger auf, sich ebenfalls daran zu beteiligen: „Denn nur gemeinsam können wir das Ziel der Energieautonomie erreichen“, so Schwärzler.

Die Summe der geplanten Investitionen für die kommenden Wochen beträgt 80.000 Euro.
Sobald diese über das Bürgerschaftliche Engagement beisammen sind, werden die nächsten Anlagen errichtet.
Gehen alle Pläne auf, sollen heuer in Summe 250.000 Euro genossenschaftlichen investiert werden.

Haben Sie Interesse an einer Bürgerkraftwerksbeteiligung? Weitere Informationen finden auf der Homepage der ALLMENDA www.allmenda.com
und im ALLMENDA Büro bei Frau Astrid Wäspy, Bürozeiten: Mo – Do von 9 und 12 Uhr, Telefon 0664 8555 222, info [at] allmemda.com

 

 

Text über ALLMENDA:

ALLMENDA Social Business e.G.
Wer wir sind, was wir machen

Vision:
Wir schaffen sinnvolle Kooperationen für eine lebenswerte Zukunft in der Region.

Früher wie heute wurden und werden Wiesen - 'Allmeinden' - auf Almen von Bauern gemeinsam bewirtschaftet. Die ALLMENDA entwickelt in weiteren Feldern neue Formen der Zusammenarbeit. Ziel unserer Aktivitäten ist es, uns und den kommenden Generationen Modelle und konkrete Anwendungen für ein gutes, nachhaltiges Leben bereitzustellen. 2008 gegründet, profitieren inzwischen fast 200 Mitglieder und ebensoviele Partnerbetriebe von unserem Netzwerk.

Regionalwährungen
Die Genossenschaft gibt für Gemeinden und Regionen Gutscheinsysteme mit einem entsprechenden Servicepaket heraus. Damit wird die Kaufkraft nachhaltig in der Region gebunden und ein Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen und Schaffung von regionalen Warenkreisläufen geleistet. Mit der Dorfwährung „Langenegger Talente“ haben wir wesentlich dazu beigetragen, dass Langenegg den Dorferneuerungspreis 2010 gewinnen konnte.

Service für komplementäre Währungen
Unsere Expertise in der Konzeption von ergänzenden Währungen, kombiniert mit unserer Erfahrung in der Konfiguration von Cyclos und dem professionellen Hosting bietet Gemeinden und Regionen eine fundierte Basis zum Start und zur Weiterentwicklung von komplementären Währungen.
Regionale, erneuerbare Energie
Durch gemeinsame Finanzierung von Bürgern ist es möglich, Sonnenstromanlagen (Bürgerkraftwerke) auch mit wenig oder ohne Förderungen zu realisieren. Die Genossenschaft ist Plattform für jene, die Projekte realisieren und Förderer, die Gelder in solche Anlagen investieren wollen. Eine professionelle und effiziente Abwicklung und ein stabiler Betrieb werden im Rahmen der Genossenschaft sichergestellt.

Change Lab
Hier werden Projekte für einen nachhaltigen Lebensstil selbst oder im Auftrag entwickelt. Bisherige Schwerpunkte sind Mobilität, Bienen oder Verhaltensveränderungen für einen enkeltauglichen Lebensstil. Besondere mediale Aufmerksamkeit erhielten zuletzt unser Förderprojekt für Nachwuchs-Imker, „Imkerei jetzt“, sowie unsere Mitarbeit am „Probier amol“-Projekt zur Förderung eines enkeltauglichen Lebensstils, bei dem neben anderen auch die Vorarlberger Landesregierung und sogar die EU als Partner mit an Bord sind.